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Tierschutzverein OHZ e.V.

Hier gibt es ab und an mal interessante und “denkenswerte” Artikel.

Betreff: Aktuelle Pressemeldung zum Thema: "Tierleid gehört nicht auf den Tisch!"

Pressemeldung vom 18.12.06 Tierleid gehört nicht auf den Tisch!

Tierschutzbund warnt vor Festessen mit tierquälerischer Herkunft

Beim Gedanken an traditionelles Festtagsessen vergeht Tierschützern der Appetit. Denn was als knuspriger Braten serviert wird, hat meist einen langen, leidvollen Weg hinter sich. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert deshalb an Verbraucher, auf artgerechte Haltung der Tiere zu achten. Viele „Delikatessen“ wie Gänseleber, Ente oder Lachs kommen aus grausamer Massentierhaltung.

Eine schmackhafte Alternative ist das vegetarische Menü. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher wissen nicht, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden, die jetzt schon auf dem Speiseplan für die Festtage stehen. „In der Massentierhaltung werden die völlig überzüchteten Tiere unter grausamsten Bedingungen gemästet, mit Antibiotika voll gepumpt und vor der Tötung durch halb Europa transportiert. Jedem, der weiß, wie sein Festbraten aus der konventionellen Haltung gelebt hat, muss angesichts dieser Tierqual der Appetit vergehen“, erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Eine der grausamsten Formen der Tierquälerei stellt das Enten- oder Gänsestopfen dar. Dreimal täglich wird den Tieren durch Stahlrohre ein Futterbrei eingeflößt, bis die Leber um das zwölffache vergrößert ist.

Keine Alternative zu Schwein, Pute, Huhn oder Rind aus konventioneller Massentierhaltung ist das Fleisch von exotischen Tieren. Strauße können beispielsweise in Deutschland nicht artgerecht gehalten werden und leiden unter dem hiesigen Klima. Der Gang zum Fischhändler verheißt indes nichts Besseres: Lachse werden in riesigen Farmen gemästet. Dem Wasser sind vorsorglich große Mengen Antibiotika beigegeben. Krustentiere, vor allem Hummer und Langusten, vegetieren in schmalen Boxen oft monatelang dahin. Danach werden sie lebendig in kochendes Wasser geworfen, wo sie einen Todeskampf von mehreren Minuten durchleiden.

 Eine Alternative zu Produkten aus Tierqual und Massentierhaltung sind vegetarische Köstlichkeiten. Wer auf Fleisch nicht verzichten will, sollte Produkte aus artgerechter Tierhaltung kaufen, wie sie beispielsweise Bauern, die dem NEULAND e.V. angeschlossen sind, anbieten.

Auch bei den Zutaten für Kuchen und Plätzchen hat der Verbraucher die Macht „Nein“ zu Tierquälerei zu sagen, indem er auch hier zu Produkten aus artgerechter Tierhaltung greift und auf Eier aus Käfighaltung (erste Ziffer: 3) verzichtet.

Versand erfolgt im Auftrag PressestelleDeutscher Tierschutzbund e.V. 53115 BonnFon: +49 (228) 60496-24 Fax: +49 (228) 60496-40www.tierschutzbund.deWussten Sie, dass der Deutsche Tierschutzbund e.V., Europas älteste und größte Tier- und Naturschutzorganisation, keinerlei öffentliche Mittel erhält? Wussten Sie, dass wir bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben ausschließlich auf Mitgliedsbeiträge und Spenden tierliebender Menschen angewiesen sind?

Wir bitten Sie: Helfen auch Sie uns. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir für die Tiere aktiv sein. Sie können uns online spenden.Oder überweisen Sie Ihre Spende auf das Spendenkonto des Deutschen Tierschutzbundes e.V. Kontonr. 40 444 bei der Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98).

Spenden sind steuerlich absetzbar – Gemeinnützigkeit anerkannt

und als pdf zum Download

Betreff: Pressemeldung vom 20.12.06: EU-Bürger sind sich einig: Bei Tierversuchen strengere Regelungen notwendig und Alternativen müssen gefördert werden
 

Pressemeldung vom 20.12.06

EU-Bürger sind sich einig: Bei Tierversuchen strengere Regelungen notwendig und Alternativen müssen gefördert werden

Die gestern von der Europäischen Kommission veröffentlichten Ergebnisse einer Internet-Umfrage[1], die von Juni bis August 2006 stattfand, sind deutlich: Eine überwältigende Mehrheit der EU-Bürger (93 %), ist der Meinung, dass mehr zum Schutz von Versuchstieren unternommen werden muss. Der Umfrage zufolge fordern die Bürger mehr Transparenz und Mitspracherecht bei der Durchführung von Tierversuchen (70 %). Auch sollte nach Auffassung der Bevölkerung die Alternativmethodenforschung zum Ersatz von Tierversuchen verstärkt gefördert werden (79 %). Der Deutsche Tierschutzbund weist darauf hin, dass dem Willen der Bevölkerung auch politisch Rechnung getragen werden muss.

„Dieses überwältigende Ergebnis stellt einen dramatischen Appell an die Entscheidungsträger dar: Nicht nur in Deutschland, sondern auch innerhalb der EU hat der Schutz von Versuchstieren einen extrem hohen Stellenwert, und die Bürgerinnen und Bürger wollen gravierende Verbesserungen sehen“, so Brigitte Rusche, Leiterin der Akademie für Tierschutz und Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes. „Die Eindeutigkeit dieser Umfrage unterstreicht unseren Auftrag, bei den Verhandlungen zur anstehenden Überarbeitung der EU-Versuchstierrichtlinie erhebliche Verbesserungen im Tierschutz einzufordern“, so Rusche weiter.

Ziel der durchgeführten Umfrage war in Erfahrung zu bringen, welchen Stellenwert der Schutz von Versuchstieren in der Öffentlichkeit hat und welche Verbesserungen als wichtig erachtet werden. Die Befragung erzielte mit 42.655 Antworten aus 25 Mitgliedsstaaten die dritthöchste Resonanz, die je bei einer Internetumfrage der EU-Kommission erreicht wurde. Diese kündigte an, die Ergebnisse bei der gerade stattfindenden Überarbeitung der EU-Versuchstierrichtlinie (RL 86/609/EWG) zu berücksichtigen.

75 % der Bürger halten den derzeitigen Schutz der Versuchstiere für niedrig. Nicht nur von der EU erwarten sie Verbesserungen: 83,6 % nehmen auch ihre nationale Regierung in die Pflicht. 92 % der Bevölkerung wünschen zudem, dass die EU auf dem internationalen Parkett eine Vorreiterrolle bei der Sensibilisierung der Öffentlichkeit in Fragen des Tierschutzes, insbesondere beim Thema Tierversuche, spielt.

Mit freundlichen Gruessen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
Baumschulallee 15
D-53115 Bonn
Tel: +49-(0)228-6049624
Fax: +49-(0)228-6049641
E-Mail: presse@tierschutzbund.de


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